Nachlässe und Sammlungen

Nachlässe und Sammlungen

Der Arbeitskreis Familienforschung Osnabrück e.V. bewahrt genealogische Nachlässe und Sammlungen mit Bezug zu Osnabrück und dem Osnabrücker Land. Dazu gehören Familienunterlagen, Ahnenlisten, Forschungsnotizen, Korrespondenzen, Fotografien und weitere Materialien, die für die regionale Familienforschung von bleibendem Wert sind.

Ein Teil dieser Bestände wurde bereits gesichtet, geordnet und digitalisiert. Auf den folgenden Unterseiten finden Sie Kurzbeschreibungen der einzelnen Nachlässe sowie weitere Informationen zum Inhalt und Erschließungsstand.

Wenn Sie überlegen, was mit Ihrem genealogischen Nachlass geschehen soll, sprechen Sie uns gern an. Sofern Ihre Unterlagen einen Bezug zum Raum Osnabrück haben, prüfen wir eine Übernahme, Erschließung und – wenn sinnvoll – Digitalisierung oder Veröffentlichung.

OsFa Nachlässe
Porträt von Depenthal

Nachlass Werner Depenthal
1931–2009

Werner Depenthal (07.01.1931–27.12.2009), Lehrer und Berufsschuldirektor in Lingen, gebürtig aus Quakenbrück mit Wurzeln in Bissendorf, hat sich besonders der plattdeutschen Sprache gewidmet und mehrere Bücher und Schriften im Osnabrücker Platt sowie Bildbände von Bissendorf und Holte veröffentlicht. Dazu erschienen 1988, 1992, 1996 und 1999 mehrere Arbeiten von ihm im Heimat-Jahrbuch Osnabrücker Land. 1987 erhielt er den Wilhelm-Fredemann-Gedächtnispreis, gestiftet vom Heimatbund Osnabrücker Land, für herausragende Leistungen zur Erhaltung und Verbreitung der plattdeutschen Sprache.

Porträt von Flake

Nachlass Günter Flake
1926–2019

Günter Flake (12.07.1926–03.09.2019) war Stadtoberinspektor in Osnabrück und verheiratet mit Emmi geb. Stricker (1925–2024). Er war Gründer des Plattdeutschen Frühschoppens und hat seine Heimatforschungen im Osnabrücker Land in vielen Beiträgen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seit Mitte der 1950er Jahre sammelte er Zeitungsausschnitte und Artikel zu Personen und Persönlichkeiten im Osnabrücker Land. Hinzu kamen verschiedene Stammbäume. Nach dem Tod seiner Witwe konnte der Verein etwa 60 Ordner und 100 Bücher seines Nachlasses übernehmen.

Porträt von Himmermann

Nachlass Alexander Himmermann
1931–2019

Alexander Himmermann (04.06.1931–06.04.2019), geboren in Holzhausen, kaufmännischer Angestellter. Durch seine Mitarbeit im Heimatbund Osnabrücker Land und im Arbeitskreis Familienforschung Osnabrück (OSFA) sowie durch zahlreiche Vorträge und Veröffentlichungen hat er sich große Verdienste um die Heimatgeschichte im Osnabrücker Land erworben. Er war von 1991 bis 1996 im Vorstand des Heimatbundes Osnabrücker Land und danach bis 2005 Mitglied der Redaktion des Heimat-Jahrbuches. Für sein ehrenamtliches Engagement wurde er schließlich zum Ehrenmitglied ernannt.

OsFa Nachlässe

Nachlass Hubert Rolf
1936–2013

Hubert Rolf (1936–2013), Georgsmarienhütte-Malbergen, war Mitglied des Arbeitskreises Familienforschung Osnabrück e.V. Sein Nachlass umfasst Bücher, Akten, Karten sowie umfangreiche genealogische Materialien zu Familien, Höfen und regionalgeschichtlichen Themen. Besondere Schwerpunkte liegen auf Malbergen, Georgsmarienhütte, Auswanderung und familiengeschichtlichen Sammlungen aus dem Osnabrücker Land.

OsFa Nachlässe

Nachlass Waltraud Rullkötter geb. Böcker
1933–2015

Waltraud Rullkötter geb. Böcker (1933–2015), Osnabrück, hat viele Jahre alle Zweige der Familien Böcker und Rullkötter erforscht. Die Daten sind in Datenblättern nach Kekulé-Nummern geordnet. In ihrem Nachlass finden sich nicht nur die Daten, sondern offenbar auch alle Notizen ihrer gesamten Forschungszeit.

Nachlass Voortmann-Pohlsander

Hermann Heinrich Walter Pohlsander

Hermann Heinrich Walter Pohlsander
1897–1988

Jan Gerrit Voortmann

Jan Gerrit Voortmann
1933–2009

Hermann Heinrich Walter Pohlsander wurde am 7. April 1897 in Nellinghof, Neuenkirchen (Oldenburg), geboren. Seine Eltern waren Johann Herman Gerhard Pohlsander und Anna Christine Regine geb. Wrocklage. Der Stammhof der Familie lag in Langen im Kirchspiel Badbergen. Walter besuchte das Ratsgymnasium in Osnabrück und ließ sich schließlich als Kaufmann in Celle nieder. Walter war Mitglied der Mormonen-Kirche und baute die Missionsgruppe in Celle auf. Noch vor dem Zweiten Weltkrieg kopierte er Tausende von Papieren über Familien und Geschichte der Artland-Region. Während des Krieges hatte er die Papiere wasserdicht in seinem Garten vergraben, um sie vor der Zerstörung des Krieges zu schützen, die sein Haus und die umliegenden Häuser traf. 1947 wanderte die Familie in die Vereinigten Staaten aus. Sie ließ sich in Salt Lake City, Utah, nieder, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1988 weiterhin forschte und genealogische Informationen sammelte. Er starb am 4. Oktober 1988 im Alter von 91 Jahren in Salt Lake City, Utah, USA, und wurde im Wasatch Lawn Memorial Park, Millcreek, Salt Lake, Utah, USA, begraben. 1975 erhielt die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage die Erlaubnis, Pohlsanders Sammlung auf Mikrofilm zu verfilmen. Auf dem Bild ist die Pohlsander-Familie aus Celle zu sehen, von links: Heiti, Bertha, Hans-Achim, Jörn, Walter und Ingrid.

Jan Gerrit Voortmann wurde am 9. Juli 1933 in Ouderkerk aan de Amstel geboren und starb am 22. Dezember 2009 in Zaandam. Seine Vorfahren stammen vom Halberbenhof Vortmann in Groß Mimmelage. Von 1982 bis zu seinem Tod transkribierte Jan Gerrit Voortmann im Rahmen seiner persönlichen genealogischen Forschung, die er und sein Sohn Ronald als Hobby betrieben, mehrere – hauptsächlich deutsche – Kirchen- und Regierungsdokumente. Jan arbeitete eng mit mehreren Archiven, Vereinen, Museen und Privatsammlungen in Deutschland und den Niederlanden zusammen. Im Jahr 2000 begann Voortmann mit der Transkription und Neugruppierung der Pohlsander-Mikrofilme in digitale Dateien, die auf der Vortmes-Website veröffentlicht wurden. Auch für seine Forschung war die Sammlung Pohlsander von großem Interesse. In Anerkennung seiner Arbeit wurde er zum Ehrenmitglied des Heimatvereins Menslage und des Arbeitskreises Familienforschung Osnabrück ernannt.