OsFa – Rückblick – Unser digitaler Newsletter
Der „OsFa – Rückblick“ ist unser digitaler Newsletter mit klarem Fokus auf das, was Familienforscher begeistert: die Vergangenheit. Wir beleuchten historische Entwicklungen, Ereignisse und Lebenswelten in Osnabrück und im Osnabrücker Land.
Im Mittelpunkt stehen Quellenfunde, historische Berichte, Einzelschicksale sowie Einordnungen, die helfen, die Geschichte der Region besser zu verstehen. Im Folgenden finden Sie die bisher erschienenen Beiträge im Überblick.

Beiträge im Überblick
Als der erste Vergnügungs-Extrazug zum Piesberg fuhr
Osnabrück, 21.03.2026, Heinrich Gosmann:
Bald ist es wieder soweit, und die Feldbahnen am Piesberg rollen wieder. Kaum zu glauben, aber alles begann bereits im Jahr 1860. Schon damals war der Piesberg nicht nur Arbeitsort und Steinbruchgelände, sondern auch ein Ausflugsziel für die Menschen aus Osnabrück und Umgebung.

Max Liebermann –
Die Rasenbleiche, um 1882.
Wallraf-Richartz-Museum, Köln. (Quelle: Wikimedia Commons)
Frühlingszeit ist Bleichzeit
Osnabrück, 16.04.2026. Heinrich Gosmann, Sven Elbert:
Wenn im Frühjahr die Sonne höher stieg, begannen in Osnabrück die Bleicher ihre Flächen auszulegen. Die Rasenbleiche war über Jahrhunderte ein fester Bestandteil des städtischen Lebens – mit eigenem Gewerbe, Fachleuten und eigener Infrastruktur. Historische Anzeigen aus den Osnabrückischen Anzeigen (1804–1856) geben faszinierende Einblicke in dieses fast vergessene Handwerk. Wer mehr wissen möchte, wird auch im heutigen Straßenbild noch fündig.

Historische Anzeigen und Bekanntmachungen zur Ehe aus den Osnabrückischen Anzeigen und Osnabrückischen Öffentlichen Anzeigen, 1847–1862. Quelle: OSFA-Sammlung Bohnenkamp.
Wenn der Mai die Heiratszeit eröffnet
Osnabrück, 06.05.2026. Heinrich Gosmann, Sven Elbert:
Der Mai gilt bis heute als klassischer Hochzeitsmonat. Historische Zeitungsausschnitte aus Osnabrück zeigen jedoch, dass die Ehe unter „Normalbürgern“ im 19. Jahrhundert nicht nur eine private Herzensangelegenheit war. Heiraten bedeutete zugleich soziale Stellung, Vermögen, Konfession, rechtliche Absicherung und manchmal auch die diskrete Suche nach einer passenden Lebensgefährtin. Die Anzeigen und Bekanntmachungen geben einen überraschend klaren Blick auf Ehe, Gütergemeinschaft und gesellschaftliche Erwartungen im Osnabrücker Land.

Einladung zum zweiten Osnabrückschen Schützenfeste, Beilage zu den Osnabrückischen Öffentlichen Anzeigen vom 3. Juli 1833. Quelle: OSFA-Sammlung Bohnenkamp.
Schützenfeste in Osnabrück – Tradition seit Jahrhunderten
Osnabrück, 17.06.2026. Heinrich Gosmann:
Wenn im Sommer wieder die Schützenfeste die Städte des Osnabrücker Landes beleben, blickt mancher kaum noch auf die Anfänge dieser Tradition zurück. Dabei reicht die Osnabrücker Schützenkette bis in das Jahr 1441 zurück, und das Bürgerschützenfest nahm seinen Anfang im Jahr 1832. Historische Berichte und Anzeigen aus den Osnabrückischen Anzeigen zeigen, wie aus einer bürgerlichen Schießveranstaltung über die Jahrzehnte ein großes gesellschaftliches Ereignis wurde – mit Vogelschießen, Festumzug, Ehrenschüssen und sogar einem königlichen Pokal.
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